Das war nun wirklich ein hartes Wochenende. Ich könnte jetzt auch sagen, hart aber herzlich, aber so abgedroschene Sätze nehme ich nicht in meinen Mund, respektive meine Hände.
Eher schon würde ich mich dazu hinreissen lassen, mich dahingehend zu äussern, dass dieses Wochenende charmant und krank zugleich war. Wovon rede ich eigentlich? Ok, ich schweife ab.

Here we go.
LIVINGROOM.FM oder livingroom.fm, wie auch immer, das Schiff, Samstag, 15.12.2007, Basel.
Die Räumlichkeiten des Schiffs sind IMHO schizophren, mutet es einem doch immer kühl und charmant zugleich an. Unter Deck (vor der Party) ist es hingegen einfach “nur” quadratisch und lieblos, während letzteres für technologisch fortschrittliche Musik aber auch durchaus passend sein kann.
Doch dieser Keller, oder wie man diesen Vorort der Hölle auch immer nennen will, mutiert während und nach einer Feier zunehmend zu dreckigen und dadurch nicht unwesentlich fieseren kleinen Falle, der man sich aber paradoxerweise nicht mehr ohne Weiteres entziehen kann. Ich wage jedoch zu behaupten, dass dieser Umstand in der Regel auf musikalische Ursachen zurückzuführen ist.
Zurück zum Thema. Tom (“Du liebe!”) und sein Team haben das Schiff für die oben erwähnte Veranstaltung wirklich verwandelt. Nicht, dass es unter Deck nun rund und wohlig war, aber es fühlte sich doch schon sehr viel lebendiger an. Grosse Leinwände warteten förmlich darauf, von uns mit bewegenden Momenten befeuert zu werden. Und so kam es dann auch (siehe Bildbeweise).
Während einige unserer engeren Familien-Mitglieder (Carlos aka “ich habe keine Drogen genommen”, aka Roque le Char und Francesco Cali, auch bekannt als “ich bin heute nicht so in Form”) zusammen mit waschechten Techno-Legenden (beispielsweise Alter Ego) unter Deck ihr Können unter Beweis stellten und dadurch von Zeit zu Zeit für frenetische Zugeständnisse der offenbar leicht “aktualisierten” Besucher sorgten, konnten im Mitteldeck unsere Freunde Matthias Vogt und Christian Rindermann (besser bekannt als Motorcitysoul oder “wir kennen Sven Väth!”), sowie die Lokal-Styler Franco Schwörer und Roman Willi, ihrem Ruf als ausgekochte Musik-Fetischisten alle Ehre erweisen.
Und weil es so viel Spass gemacht hat und es dem Publikum so gut gefiel, ging die zuweilen an Raves aus den 90ern erinnernde Sause bis in die frühen Morgenstunden weiter.
Bis wir also um etwas nach sechs unser Equipment einpacken konnten, vergingen einige, wirklich geschmeidige Stunden, voller visuellem Genuss und musikalischen Bombardements.
Insgesamt eine wirklich sehr gelungene Nacht, keine Diskussion.
(Fotos von Derel Li Wan Po)



















